Kurstadtlauf Bad Bergzabern

An einem sonnigen Tag machten wir uns auf nach Bad Bergzabern, kaum zu glauben, dass starker Regen gemeldet war. Es war der 30. April, Christoph und ich hatten uns für die Maxi-Strecke (23,2 km) des 29. Kurstadtlaufs angemeldet.

Insgesamt wurden 5 Laufdistanzen angeboten, von Schülerlauf über Altstadt Grand Prix, so dass für jeden etwas dabei war. Zwischenzeitlich haben die Wolken die Sonne verdeckt, es wurde etwas ungemütlich und regnerisch. Daher hatten wir uns beschlossen, doch nochmal eine extra Schicht hinzuzufügen. Die Eisdiele am Parkplatz war vorhin gut besucht – jetzt saß niemand mehr draußen 😦

Pünktlich um 16:10 Uhr fiel der Startschuss der Läufe Mini (8 km), Midi (15,6 km) und Maxi (23,2 km). Zunächst ging es eine Schleife durch die Altstadt. Danach führte der profilierte Rundkurs über Naturwege und Wälder nahe Bad Bergzabern. Die Steigungen am Anfang waren schon giftig, so dass der gesamte Kurs schwer einzuschätzen war. Wie viel Power sollte man geben?

Etwas vorsichtig tastete ich mich also ins Rennen, auch weil die Route für mich schon einem Trail ähnelte. Trotzdem hatte ich ein gutes Gefühl. Teilweise musste man einem flotten Gänsemarsch hintereinander herlaufen, da die Strecke sehr schmal und teils stark abfallend war.

Der Weg war immer gut mit Sägemehl-Pfeilen und Begrenzungslinien markiert. Bei KM 10, an der 2. Getränke-Station, war für mich leider kein Schild ersichtlich. Ich fragte nach, die Midi-Läufer links, die Maxi-Läufer rechts – ich ging rechts. Auf einmal stand ich alleine im Wald.

Einige Läufer erkannte ich in der Ferne an den grellen Neonfarben ihrer Kleidung und wusste, da geht’s lang 🙂 Ich arbeitete mich an die Läufer vor mir heran, was aufgrund der schwierigen Strecke recht viel Kraft kostete. Die wunderschöne Aussicht konnte ich dennoch genießen.

Blöd nur, dass ich am Anfang des Rennen mein Gel verloren hatte. Glücklicherweise waren die Versorgungsstationen gut ausgestattet und organisiert, und ich konnte mich bei KM 14 versorgen: Apfelstück, Banane, Schokolade, Wasser, Iso-Drink – alles wurde mitgenommen.

Ab jetzt ging es zurück – aber nicht nur bergab. Bei einem Blick auf meine Uhr stellte ich fest, dass ich meine Pace gut halten konnte. Der Veranstalter versuchte die Läufer mit Comic-Schildern bei Laune zu halten. So tauchte auf einmal die „Cross-Schnecke“ auf, die uns einen sandigen, lehmigen Streckenabschnitt versprach. Und so kam es dann auch. Es hatte zum Glück bisher noch nicht geregnet, die Strecke war daher nicht matschig.

Kurz vor Ende des Rennen kündigte eine weitere Schnecke auf Pfälzisch den letzten „Hubbel“ an. Also wurde auch der letzte der vielen Hubbel gut gemeistert. Dem letzten Schneckenschild des Rennens vertrauend („Ab do kannschds rolle losse“), ließ ich es rollen und kam nach 2:12:56 im Ziel an. Es dauert nicht mehr lange und der Himmel öffnete die Schleusen, jetzt regnete es richtig!

Maxi-Strecke
Kurstadtlauf Bad Bergzabern: Maxi-Strecke

Die Ausblicke auf den Pfälzer Wald und Rheinebene machte die Strecke zu einem schönen Lauferlebnis – Natur pur. Aufgrund des Streckenprofils sind gute Schuhe zu empfehlen! Am Ende standen auf meiner Uhr: 366 Meter aufwärts, 331 Meter abwärts.

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