Einmal 42 – Frankfurt Marathon

Immer noch ziemlich geflasht…einfach Wahnsinn 😍! In meinem heutigen Blog-Beitrag möchte ich euch ĂŒber das Mega-Wochenende in Frankfurt und meinen ersten Marathon berichten. Es war fast wie Urlaub – wirklich.

Mit guter Stimmung und alter Musik sind wir nach Frankfurt gefahren. Ich sollte den Billy Joel mit „All About Soul“ noch das ganze Wochenende in meinem Kopf haben đŸŽ”. Im Hotel angekommen, haben wir uns direkt auf den Weg zur Festhalle gemacht.

Plötzlich Christina: „Wer ist denn das?! Das ist doch Jan Frodeno.“ Ja, absolut cool und super nett. Hat sich offensichtlich auf Hawaii gut erholt 😀.

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Selfie mit Jan Frodeno –  Sieger IRONMAN World Championship 2015 und 2016

In der Halle erstmal zur Startnummern-Ausgabe, den Gedanken hatten irgendwie sehr viele, es war Zufall, dass wir dort ein paar befreundete LĂ€ufer vom Chicken Express getroffen haben. Nach ca. 30 Minuten Wartezeit bemerkte ich, dass ich neben meiner ausgedruckten Anmeldung auch meinen Personalausweis im Hotel gelassen habe. Die Anmeldung war kein Problem, die hatte ich auf dem Handy. Mit der EC-Karte konnte ich mich aber ausweisen, GlĂŒck gehabt.

Wir zogen weiter zur Start-Beutel-Ausgabe und sind dann Stand fĂŒr Stand auf der Marathon-Mall abgegangen. Puh, das war fast wie in einem Erlebnispark. Ausgabe der Finisher T-Shirts. FĂŒr’s Handgelenk das PaceRace-Band am Asics-Stand, hier stehen Deine Zielzeiten bei den Abschnitten drauf. Am #MeinErsterMarathon-Stand gab es noch ein Stirnband und im Ziel dann ein Goodiebag. Noch schnell ein Foto auf dem Siegerpodest. An der Marathon-Wall schließlich angekommen, suchten wir unsere Namen raus, das hat auch etwas gedauert…war aber lustig und ist eine tolle Idee vom Veranstalter 👍.

Wir gingen weiter, sahen uns auf den VerkaufsstĂ€nden um und haben den ein oder anderen Prominenten getroffen. Besonders sympatisch war Sabrina Mockenhaupt, die hatte es sich in Flow’s Wohnzimmer gemĂŒtlich gemacht. Ein richtig tolles GesprĂ€ch hatte ich mit Arne Gabius, der mir echt gute Tipps gegeben hat. Wenn nicht er, wer dann?

Noch schnell ein Becher Nudeln bei der Pasta-Party und dann die AtmosphĂ€re in der Festhalle genießen. Einfach Wahnsinn!

Anschließend ging es Richtung Hotel und zur Abwechslung gab es nochmals Nudeln (Spaghetti alla carbonara), irgendwie habe ich heute 3 mal Nudeln gegessen 😋. Im Bett gingen mir ziemlich viele Gedanken durch den Kopf, klappt das morgen? Ich habe zwar einen Trainingsplan verfolgt und habe darin 4 lĂ€ngere LĂ€ufe ĂŒber 30 km absolviert, aber der Ausgang ist ungewiss. Schließlich beginnt der Marathon erst ab KM 33-35 so richtig!

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Alles vorbereitet!

Nachts wurde die Uhr um eine Stunde zurĂŒckgestellt, es soll nun endlich los gehen! Ausgeschlafen gingen wir zum FrĂŒhstĂŒck, um dort eine gute Grundlage fĂŒr den Tag zu schaffen. Wer joggt da vor dem Fenster vorbei? Jan Frodeno. Wir haben ein tolles Hotel gewĂ€hlt, das Mövenpick mit den Stars war gerade um die Ecke.

Langsam stieg die Aufregung in mir, ich will los! In der Festhalle haben wir uns alle getroffen, mein Kumpel Christoph hat es nun auch geschafft. Der VerrĂŒckte hat in diesem Jahr schon 8 Marathons auf dem Buckel đŸ˜”. Heute wollen wir zusammen laufen.

Wir gingen zur Startaufstellung und reihten uns im Block „Rosbacher“ fĂŒr eine Zielzeit 4 Stunden ein. Schon lustig, dort habe ich noch Ingo von Instagram getroffen und erzĂ€hlt. @schaalseerunner_inzo_django Danke fĂŒr die tollen Fotos. Es war schon beeindruckend, der Startbereich war voll von Zuschauern, die Durchsagen und die Musik hat man kaum wahrgenommen und wir liefen los.

Und da stand er, das riesige Kunstwerk, die Figur: „Hammering Man – Der Mann mit dem Hammer!“ und er bewegt sich…zwar langsam, aber von dem möchte man nicht getroffen werden.

Die ersten 10 Kilometer war ich zwar recht aufgeregt, hatte mich und meine Pace aber gut im Griff, alles lief nach Plan, auch wenn der Ballon der Pacemaker 3:59 etwas entfernt war. Die Stimmungsnester in der Innenstadt waren toll. Bei der Alten Oper sahen wir Christina und Claudia die uns und die anderen LĂ€ufer krĂ€ftig anfeuerten. Etwas ungĂŒnstig wurde dort die StreckenfĂŒhrung, da es durch eine Verengung fast zu einem LĂ€uferstau kam und man etwas ausgebremst wurde. Wir wollten unbedingt den 3:59er Pacemaker einholen, der vor uns startet und liefen auf, das machte sich in der Pace vom KM 10-15 von 5:27 min auch bemerkbar, dies war etwas zu schnell – ein GlĂŒck hat mir das nicht das Genick gebrochen.

Die Halbmarathon-Marke erreichte ich bei 01:59:01, noch lag ich auf Kurs unter 4 Stunden! Ich hoffte, dass ich das halten konnte. Bis KM 30 war alles im grĂŒnen Bereich, ich nahm dort bereits mein drittes Power-Gel, auch die Versorgungsstellen war exzellent organisiert, ich hĂ€tte mich auch ĂŒberall dort versorgen können. Das Feld hatte sich auch mittlerweile auseinander gezogen und so kam man gut an die Versorgungsstellen heran.

Spannend wurde es ab KM 33, denn ich bin noch nie lĂ€nger als diese Distanz gelaufen. Über die Mainzer Landstraße erreichten wir wieder die Innenstadt und liefen bei KM 35 an unserem Hotel vorbei, ich hĂ€tte gerne geduscht. Zwischen KM 30-35 hatte ich etwas Zeit verloren. Die Fußsohle zwickte etwas, kommt da noch was? Der Kopf arbeitet, noch ca. 40 Minuten durchhalten. Und ich dachte mir, wieso ist eigentlich der athenische Bote nicht schon bei KM 35 gestorben?

Bei KM 38 zog sich die Schlinge etwas zu, mir hat es durch die Armbewegung vom Schwung etwas in den RĂŒcken gezogen. Jetzt stehenbleiben wĂ€re auch blöd, ich möchte jetzt in die Festhalle einlaufen. Die StaffellĂ€ufer schossen vorbei, die Zuschauermenge feuert krĂ€ftig an. Ich wĂŒnsche mir, ich hĂ€tte mich dranhĂ€ngen können. Ein Blick auf die Uhr, die Gesamt-Pace lag bei 5:40 min im Durchschnitt. Das wird fĂŒr unter 4 Stunden eine knappe Kiste. Bei KM 40 realisierte ich, dass es wahrscheinlich nicht ganz reichen wird. Ich versuchte zusĂ€tzliche KrĂ€fte zu mobilisieren und lief KM 41 in 5:46 min, den KM 42 sogar in 5:19 min.

Der Einlauf in die Festhalle hat mich umgehauen, die Stimmung und die Lichtershow hat fĂŒr GĂ€nsehaut pur gesorgt. ÜberglĂŒcklich hab ich im Zielbogen die STOP-Taste ⌚ gedrĂŒckt.

Ich bin am Ende einer Reise angekommen. Das Training hat sich ausgezahlt! Wahnsinn, ich habe meinen ersten Marathon in 04:00:34 Std. gefinisht ✔. Darauf bin ich schon etwas stolz.

Frankfurt war fĂŒr mich ein richtig tolles und unvergessliches Erlebnis, das ich immer in Erinnerung behalten werde!

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17 Kommentare zu „Einmal 42 – Frankfurt Marathon

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