Auf dem Weg nach Rodgau

Am Wochenende stand ein Trainingslauf in Rodgau (Hessen) an. Die Strecke verläuft sehr idyllisch über Wald- und Feldwege – genaugenommen über einen 5 KM Rundkurs durch die Gänsbrüh. Zum 18. Mal hat der Rodgau-Lauftreff 1983 e.V (RLT) diesen Lauf 🏃 als Ultramarathon (50 KM = 10 Runden) angeboten. Geplant war, dass ich einen lockeren Trainingslauf in einem Umfang von 30-35 KM absolviere und quasi mit meinem Laufkumpel Christoph mitlaufen und dann aussteigen. Es kam aber doch anders, aber von Anfang an…

Um 6:45 Uhr stand Christoph auf der Matte und wir sind losgefahren. Es war zwar ein herrlicher Morgen, die Sonne 🌞 kam langsam raus, es war aber bitter kalt, -7 Grad!!! In Rodgau angekommen, haben wir direkt noch eine Zwischenlage angezogen, sozusagen der perfekte Zwiebel-Look. Wir haben unsere Startnummern abgeholt und dort alte Bekannte vom 🐔 Chicken-Express getroffen. Bloß schnell rein, wir sehen uns später.

Das Orga-Team war sehr nett und hat uns zur Startnummer eine freie Auswahl angeboten. Ich habe mich für das RLT Halstuch entschieden. Anschließend sind wir direkt in die Turnhalle gegangen um uns dort aufzuwärmen. Ein Kaffee ☕ wäre nicht schlecht, aber irgendwie haben wir uns mit den Chicken’s verquatscht.

Die überfüllte Halle leerte sich nach und nach und die Läufer gingen an den Start. Der Start lag ca. 5 Minuten Fußmarsch entfernt. Aber wir sind ja Läufer. Es hat einen aber richtig durchgefrostet und der warme Atem löste sich sofort auf. Oje, das kann was geben. Wir liefen uns etwas ein, damit uns wärmer wurde. Das hat ein Glück geholfen und den Körper auf Temperatur gebracht.

Der Sprecher war sehr amüsant und hielt in einem Ton strenge Ansagen und forderte auf 📣: „Es mögen sich nun auch die letzten – ja, die da ganz hinten nun endlich an den Start begeben. Man wäre schließlich hier um zu laufen.“ Das ging die ganze Zeit so 😂.

Kurz nach 10 Uhr fiel der Startschuss und ca. 0,8 KM nach dem Start stand das Versorgungszelt. Ich griff nach einem Becher mit warmen Tee, der tat wirklich gut. Wir gingen es langsam an und absolvierten die erste Runde.

Eine Runde später nahm ich ein Becher Wasser, weil der Tee vergriffen war. Was ist denn da los? Uuuh, Eiswürfel – keine gute Idee und weg damit, mir war gerade richtig warm.

Das Tempo konnten wir gut halten und die Runden vergingen wie im Flug. Es war auch immer schön, dass jeder Kilometer etwas geboten hat – die Ecke mit dem Musikzelt 🎵 und den tanzenden Zuschauern 💃🕺 hat mächtig Stimmung gemacht.

Bisher war der Lauf sehr kurzweilig und auch sehr lustig, weil immer ein Mitläufer etwas zu erzählen hatte. Beispielsweise Freddy, der bereits zum 16. Mal beim Lauf dabei war. Er erzählte von damals vom ersten Start mit knapp 80 Teilnehmern und heute waren es über 1.000 Läufer! Wahnsinn! Auch ältesten Teilnehmerin sind wir auf der Strecke begegnet, meine größte Hochachtung und Respekt davor. Zwischendrin haben uns die Jungs vom Chicken Express (Wolfgang und Hannes) überrundet, die waren gut unterwegs und wollten in 4 Stunden ins Ziel laufen?!

Auf Runde 7 hat uns Klaus (ein Lauf-Bekannter von Christoph) an der Station (Eigenverpflegung) mit einer großen Activ3-Energie-Flasche versorgt. Das war einfach klasse und tat richtig gut – wieder etwas lauwarmes im Bauch zu haben. DANKE!

Ich horchte in meinen Körper und entschied, dass ich es versuche. An der Station wieder angekommen, tankten wir nochmals Kraft & Energie. Es gab ja eine große Auswahl, ich nahm Schokolade, Erdnüsse und TUC-Kekse für zwischendurch. In Runde 9 hatte ich etwas zu kämpfen, konnte aber den Tiefpunkt überwinden. Und da stand das Marathon-Schild. Sehr lustig, dort lag jede Runde eine leere Bierdose. Hat jemand während dem Lauf 🍺 getrunken und dort abgeworfen?!

In der letzten Runde konnte ich das Tempo halten. Christoph aber wollte es wissen und zog an. Einige Minuten später bin ich dann auch im Ziel 🏁 angekommen. Yeah! 🤗 Meinen herzlichen Glückwunsch an alle Teilnehmer und Finisher! Auch möchte ich mich nochmals bei allen Helfern bedanken 🙏!

Ob es aufgrund der geringen Vorbereitungszeit und der stressigen Umzugszeit die beste Idee war, lasse ich einfach mal so dahin gestellt. Den Wettkampf sowie die Distanz bin ich langsam und locker angegangen. Es hat sich einfach aus dem Moment ergeben und hat wahnsinnig Spaß gemacht.

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5 Kommentare zu „ Auf dem Weg nach Rodgau

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  1. Auch hier nochmal (ja, da musst du durch…): Ich hielt und halte es immer noch für recht riskant, mit im Schnitt 70 Monatskilometern einen 50km-Ultralauf zu absolvieren, egal in welchem Tempo. Die Leistung, 50km laufen zu können, schmälert das nicht. Ich finde es persönlich nur sehr riskant, eine solche Distanz zu laufen, ohne das Sehnen, Bänder etc. auf die Belastung vorbereitet wurden – wenn andere das machen möchten, ist das deren Problem. Das macht man nicht mal „einfach so“, langfristige Folgen sind noch gar nicht absehbar und man hat nur eine Gesundheit. Auch hier wieder die Erinnerung an meinen Vater, der in seinen 30ern und 40er seinen ambitionierten Hobbysportler-Körper für unzerstörbar hielt und jetzt, mit Mitte 60, froh ist, einmal die Woche noch wandern gehen zu können.
    Schade, dass unser Vorhaben in Wien dadurch so in den Schatten gestellt wird. Es wäre ein richtig tolles Highlight gewesen.

    Entschuldige, aber mit der Tatsache, dass ich es für eine riesige Schnappsidee halte, musst du leben 😉

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