Wien im 3/4 Takt

Oder „Palatschinken und Almdudler“. Was ist denn da los? Es ist Frühling und wir stehen an der Startlinie vom Vienna City Marathon.

Kurz vor 9 Uhr. 8 Grad, die Sonne ☀️ zeigt sich, könnte aber noch etwas Wärme abgeben, weiter hinten hängen schwarze Wolken ☁️ ☔️ starker Wind 💨. Nicht gerade die perfekten Bedingungen um einen Marathon zu laufen.

Aber so wollten wir es und der 4. Startblock „Team ERDINGER Alkoholfrei“ macht sich startklar. 42.000 Läufer 🏃🏼werden über verschiedene Distanzen unterwegs sein, da ist richtig Aktion auf der Strecke! Daher wird über beide Seiten der Reichsbrücke gestartet und dann beim Praterstern 🎡 zusammengeführt. Startschuss 📣.

Das Feld ist in Bewegung und aus den Lautsprechern 🎶🎻ist der Donauwalzer zu hören, man wird sozusagen auf den Lauf eingestimmt und tanzt von Station zu Station. Noch hilft bei mir diese Leichtigkeit, aber Marathon ist eben Marathon. 42,195 Kilometer und man weiß nie, was man am Ende kriegt 😄. Hoffentlich die Medaille! Die Menge rollt.

Kilometer 5: Die erste Trinkstelle. Erfahrungsgemäß ist da immer Gedränge, daher nehme ich den 3. oder 4. Tisch, ich möchte immer in Bewegung bleiben. Da ich Power-Gels dabei habe werde ich jede Stunde ein Gel nehmen und mit Wasser spülen. Keine Experimente, so Schlumpf-ISO-Drinks lass ich besser sein 😝.

Im nächsten Abschnitt liefen wir am Donaukanal entlang über den Wiener-Ring zum Schloss Schönbrunn. Ich konnte meine geplante Geschwindigkeit optimal halten. Ab KM 18 musste ich mich etwas zurückhalten, weil zuvor neue Staffelläufer eingewechselt wurden und die Halbmarathonläufer nochmals richtig Gas gaben. Über die Mariahilfer Straße ging es Richtung Rathaus. Ab hier trennte sich das Feld, ich fühlte mich gut und bog links ab.

Ein Schaumstoff-Finger mit der Aufschrift „42k“ sollte doch richtig sein 😊. Ich kam mit einem Läufer, Alex aus Aschaffenburg ins Gespräch, es war wirklich sehr lustig und es vergingen die Kilometer wie im Flug. Leider musste er am WC eine Pause einlegen und so lief ich allein weiter. KM 27: Wieder am Praterstern angekommen, ging es zum zweiten Mal auf die Hauptallee.

Auf dem Streckenplan habe ich gesehen, dass es sich etwas ziehen wird. Mit der Schleife zum Ernst-Happel-Stadion sollten es diesmal knapp 8 sein 😳. So langsam zwickt es etwas. Ich versuchte locker weiter zu laufen. Der Wendepunkt am Lusthaus ist geschafft, nun ging es zurück. Man läuft nun der Menge entgegen und man sieht was hinter einem so ab ging. Den ein oder anderen Läufer konnte ich auch noch einsammeln 😃.

Ich freute mich auf KM 35, dort gab es Coca-Cola, das wusste ich 🤗. 3 Becher beim Vorbeilaufen, das sollte reichen 😜. Es dauerte nicht lange, der Zuckerschub 🍫💥🚀setzte ein. Obwohl ich etwas in der Pace verloren hatte, ging es dennoch gut voran.

Nur noch 5 Kilometer, dann endlich das 40er Schild. Auf dem Ring war richtig Party 🎉. Die Zuschauer feuerten an, es ging an Trommlergruppen und Tanzmädels mit Puscheln vorbei. Da steht der Moderator mit seinem Mikrofon 🎤 immer noch mittendrin und begrüßt mich mit: „4190 – Marcus, welcome back in the house!“. Einfach großartig, diesen letzten Boost habe ich gebraucht.

Ich kämpfte mich weiter voran. Die letzten Schilder 500, 400 Meter…und da ist der Zieleinlauf 🏁. Es war ein unglaublich schönes Gefühl im Ziel zu sein. VCM Finisher in 04:13:02. *Yeah* 🎯🍾🍻🏅!

PS: Meinen Glückwunsch an Christina für das Durchhalten auf der Halbmarathon-Strecke.

PSS: Da war doch jemand beim London Marathon? Ich verrate aber nichts, vielleicht gibt es in Kürze von Christoph ein Bericht 😉.

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5 Kommentare zu „Wien im 3/4 Takt

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