Radstrecke IRONMAN 70.3 Luxemburg: Bienvenue à Luxembourg

Nachdem der Bikeday im Kraichgau Anfang Mai erfolgreich absolviert wurde, stand am Pfingstwochenende der Bikeday für den IRONMAN 70.3 Luxemburg in Remich an. Alles ein Test für das Rennwochenende: Hotel, Strecke, Versorgung.

Am Sonntag schloss ich mich der offiziellen Gruppe an, Montags fuhren wir die Strecke dann nochmals in unserer eigenen Pace ab und ich nutze die Möglichkeit, mir knifflige Punkte der Strecke nochmals anzusehen und mir einzuprägen. Im Folgenden daher ein kleiner Bericht über die Radstrecke des IRONMAN 70.3 Luxemburg.

Die Anfahrt

Die ersten 38 km der Radstrecke führen ab Remich flach an der Mosel entlang bis nach Grevenmacher. Als Einstiegspunkte mit ausreichend kostenfreien Parkmöglichkeiten empfehlen sich Remich oder auch Stadtbredimus. Letzteres ist vor allem sinnvoll, wenn man sich den flachen Streckenabschnitt sparen möchte. Wir haben uns Montags für diese Variante entschieden, da die Strecke Richtung Grevenmacher aufgrund zahlreicher Baustellen, Baustellen-Ampeln und Fahrbahnverengungen nicht ganz entspannt zu fahren ist. Der Wendepunkt der IRONMAN-Strecke befindet sich in Grevenmacher direkt vor einer Polizeistation und ist außerhalb des Wettkampfes nicht markiert – also Vorsicht beim Wenden!

Stadtbredimus – Canach

Auf der Rückfahrt Richtung Stadtbredimus sollte man auf alle Fälle den tollen Blick ins Moseltal genießen. Zu sehr nach oben drücken sollte man das Tempo auch nicht, denn nach einer spitzen Rechtskurve geht es direkt den ersten Anstieg nach oben. Man fährt die Weinberge entlang und wird schon bei der Auffahrt mit einem wahnsinnig schönen Ausblick belohnt. Ein kurzer Zwischenstopp (natürlich nicht im Wettkampf 😉 ) lohnt sich auf alle Fälle.

 

Oben angekommen wartet nach einer Linkskurve eine Abfahrt mit einer 90°-Rechtskurve, bevor es in Richtung Greiveldange geht. Am Ortseingang gibt es zwei kurze Passagen mit etwas groberem Kopfsteinpflaster. An der Kirche des Ortes geht es nach einer Linkskurve wieder einen längeren Anstieg hoch. Leicht wellig geht es zunächst in Richtung Canach und ein anspruchsvoller Streckenabschnitt wartet. Bis zur Kreuzung der Straße 145 mit der 147 folgt ein langer Anstieg, der kein Ende zu nehmen scheint und dessen Verlauf nicht einsehbar ist aufgrund der Bewaldung. Kommen die Straßenschilder ins Sichtfeld, ist man fast da 😉

 

Über eine steile 12%-Abfahrt erreicht man Canach und wendet sich innerorts nach Links in Richtung Oetringen. Kurz vor dem Ortsausgang folgt man dann allerdings rechter Hand einer kurzen Abfahrt in Richtung Kaffishaff.

Kaffishaff – Filsdorf

Nach dem Anstieg auf den Hof in Kaffishaff (Achtung: Raubvögel und Kühe links 😉 ), der aber aufgrund der vorherigen Abfahrt gut zu bewältigen ist, hat man die schwierigsten Parts der Strecke hinter sich gebracht. Man fährt weiter in Richtung Schuttrange, sollte sich dann aber Links in Richtung Hakenhaff halten.

 

Ab diesem Abschnitt führt die Strecke mäanderartig durch die schöne Luxemburger Landschaft und ist gut und rhythmisch zu fahren. Vor kleineren „Anstiegen“ gibt es in der Regel kurze „Abfahrten“, aus denen man die Geschwindigkeit sehr gut mitnehmen kann. Weiter geht es über Mutfort und Brichermillen nach Syren. Hier ist man hauptsächlich auf kleineren Straßen unterwegs. Der Kreisel am Ortsausgang Syren wird Richtung Filsdorf verlassen.

Filsdorf – Schengen

Weiter geht es durch das schöne Luxemburg. Zu beachten wäre nach Filsdorf eine kurze Abfahrt mit einer 90°-Kurve sowie nach der Durchfahrt von Bad Mondorf, immer der Vorfahrtsstraße folgend (vorbei am Casino), der Ortseingang in Burmerange: ein kurzer kurviger Anstieg, der zu Beginn etwas schlecht einsehbar ist, sich aber gut bewältigen lässt.

 

Nach Burmerange folgt ein längerer Anstieg von etwa 2,5 km Länge, auf dem man sich die Kräfte etwas einteilen sollte, dann ist er gut zu bewältigen. Man gelangt dann nach Schengen. Hier muss man aufpassen, dass man den Streckenabschnitt nach Frankreich nicht verpasst: ist man an den Tankstellen angekommen, ist man zu weit gefahren. Schon kurz nach dem Ortseingang führt eine scharfe Rechtskurve in Richtung Frankreich.

Contz-le-Bains – Remich

In Frankreich ist etwas Vorsicht geboten: im Ort Contz sind einige Bremsinseln zu finden. Sowohl am Ortseingang als auch – ausgang sollte man etwas aufpassen, da hier schwarze und rote Inseln den Weg versperren. Durch den Ort führt eine schmale Straße, die im Ortskern durch eine enge Rechtskurve ebenfalls etwas Aufmerksamkeit erfordert.

An der Mosel angelangt, wendet man sich nach links und fährt über Schengen nach Remich zurück. Die letzten 15 km der Strecke sind flach und können gut gefahren werden. Bei einer Ausfahrt empfiehlt es sich, ab Schengen den gut ausgebauten Fahrradweg zu nutzen.

Alles in allem ist die Radstrecke des IRONMAN 70.3 Luxemburg gut zu bewältigen. Die ca. 9 Kilometer zwischen Stadtbredimus und Kaffishaff versprühen Kraichgau-Feeling – und wenn man sich, wie wir Montags, verfährt, kommt sogar noch etwas HeidelbergMan-Feeling dazu 😉 Die ersten 38 km sollten nicht zu schnell angegangen werden im Wettkampf, dann sind die Anstiege sowie die restliche, wellige Strecke (insgesamt ca. 560 Höhenmeter), sehr gut machbar. Ich freue mich auf den Wettkampf und die schöne Landschaft in der Mosel-Region.

Hier ist noch die GPX von Bikemap:

https://www.bikemap.net/de/r/2203904/

 

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